Speichereinheiten-Konverter
Speicher- und Netzwerkeinheiten
Speicherangaben aus RAM-Spezifikation, SSD-Datenblatt oder VM-Konfiguration direkt umrechnen: alle Einheiten von Byte bis PiB, binär (1024) und dezimal (1000).
Konverter
- 1 GB in MB (binär)
- 1.024 MB
- 1 GB in MB (dezimal)
- 1.000 MB
- 1 TB in GB (dezimal)
- 1.000 GB
- 100 Mbit/s in MB/s
- 12,5 MB/s
- 1 Gbit/s in MB/s
- 125 MB/s
- Speedtest vs. Download
- Faktor 8
- 50 GB bei 100 Mbit/s
- ~67 Min
- 1 TB bei 1 Gbit/s
- ~2 h 13 Min
- 1 GB bei 50 Mbit/s
- ~2 Min 40 Sek
IEC vs. SI — warum Speicherangaben nicht immer übereinstimmen
Für Speichergrößen gelten zwei Standards: SI-Präfixe (Basis 10: Megabyte, Gigabyte, Terabyte) und IEC-Präfixe (Basis 2: Mebibyte, Gibibyte, Tebibyte). Ein Gigabyte (GB) sind 1 Milliarde Byte; ein Gibibyte (GiB) sind 1,07 Milliarden Byte. Die Abweichung beträgt knapp 7 Prozent bei GB und wächst mit jeder Einheit — bei Terabyte schon 10 Prozent. Die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) normierte 1998 die binären Präfixe (IEC 80000-13), um Eindeutigkeit zu schaffen. Doch in der Praxis werden SI-Symbole (GB, MB) oft für beide Systeme verwendet.
Der geltende Standard hängt vom Kontext ab. RAM und Hypervisoren (Hyper-V, Proxmox, ESXi) arbeiten mit Zweierpotenzen: 8 GiB RAM = 8.192 MiB. SSD- und HDD-Hersteller verwenden Basis 10 (dezimal): eine "256 GB"-SSD zeigt im Betriebssystem nur ca. 238 GiB, weil Windows Werte in GiB darstellt, aber nicht neu benennt. Netzwerkbandbreiten sind grundsätzlich dezimal (Mbit/s). Cloud-Speicher und Backup-Tools nutzen nach Belieben binär oder dezimal — die Basis ist oft nicht dokumentiert.
In Virtualisierung und Container-Betrieb ist die richtige Basis betriebskritisch. Hyper-V, Proxmox und VMware ESXi erwarten RAM-Zuweisungen in MiB (binär); wer 2.000 MB statt 2.048 MiB einträgt, unterversorgt die VM. Container-Registries zeigen Größen dezimal an; Kubernetes-Limits nutzen das binäre Suffix "Mi" (Mebibyte). Hersteller nutzen unterschiedliche Standards — der Konverter lässt Sie beide einstellen.
Für Speicherangaben aus RAM-Spezifikationen, Betriebssystem-Anzeigen und VM-Konfigurationen ist der binäre Modus (1024) der zutreffende Standard. Für Angaben aus SSD- und HDD-Datenblättern, Netzwerkdokumentationen und den meisten Cloud-Storage-Dashboards gilt der dezimale Modus (1000). Der Standard ist im Tool voreingestellt auf Binär (1024) — dem häufigsten Anwendungsfall in der Systemadministration.
Wann verwende ich welchen Standard?
| Kontext | Standard | Basis | Hinweis |
|---|---|---|---|
| RAM (DDR4/DDR5, LPDDR) | Binär (GiB/MiB) | 1024 | OS-Anzeige und RAM-Spezifikation immer binär |
| SSD/HDD Kapazität (Hersteller) | Dezimal (GB/TB) | 1000 | OS zeigt GiB, benennt sie als GB — daher Abweichung |
| VM-Konfiguration (Hyper-V, Proxmox, ESXi) | Binär (MiB) | 1024 | Dezimale Eingabe führt zu Unterversorgung |
| Netzwerk-Bandbreite (Mbit/s, Gbit/s) | Dezimal (SI) | 1000 | Ausnahmslos dezimal; Bits, nicht Bytes |
| Cloud-Speicher / Backup-Software | Unterschiedlich | Beides möglich | Basis aus Dokumentation entnehmen |
| Kubernetes-Ressourcenlimits | Binär (Mi/Gi) | 1024 | YAML-Suffix "Mi" = Mebibyte; "M" = Megabyte |
Für RAM gilt stets: 1 GiB = 1.024 MiB (binär). Windows, Linux und macOS zeigen RAM-Größen in GiB, bezeichnen sie aber als GB.
Netzwerk: Bit/s und Byte/s — warum Anbieter und Betriebssystem unterschiedliche Zahlen zeigen
Netzwerkübertragung arbeitet auf dem physikalischen Layer Bit für Bit: Jeder Takt überträgt genau ein Bit. Deshalb messen Netzwerktechnik, Protokolle und ISP-Tarife in Bit pro Sekunde (Bit/s). Das Dezimalpräfix ist dabei Standard — 100 Mbit/s entsprechen 100 Millionen Bit pro Sekunde, nicht 104.857.600. Ein Byte besteht aus 8 Bit, woraus der Umrechnungsfaktor folgt: 1 Byte/s = 8 Bit/s, und damit 100 Mbit/s = 12,5 MB/s.
Internetanbieter werben mit Mbit/s, weil die Zahl achtmal größer wirkt als der MB/s-Wert. Das ist keine Täuschung, sondern Konvention: Die Einheit Mbit/s ist technisch korrekt für Übertragungsraten. Betriebssysteme und Browser zeigen Dateigrößen und Download-Fortschritte dagegen in Byte, weil Nutzer Dateigrößen in Byte kennen — eine ISO-Datei mit 4,7 GB ist 4,7 GB, nicht 37,6 Gbit. Das Ergebnis: Ein 100-Mbit/s-Tarif liefert maximal 12,5 MB/s im Browser, und das ist vollständig korrekt.
Ein Speedtest meldet 95 Mbit/s; der Task-Manager zeigt beim Download derselben Verbindung 11,2 MB/s. Beide Werte beschreiben dieselbe Verbindung: 95 ÷ 8 = 11,9 MB/s (Differenz durch Protokoll-Overhead, TCP-Header und kurze Messabweichungen). Wer im Router-Interface "WAN: 987 Mbit/s" liest und im System-Monitor "112 MB/s" sieht, beobachtet dasselbe Phänomen. Der Netzwerk-Modus in diesem Tool rechnet beide Richtungen um, ohne Overhead-Abzug — das Ergebnis ist die physikalische Maximalrate.
Netzwerkeinheiten: Wann Bit/s, wann Byte/s?
| Kontext | Einheit | Beispiel | Hinweis |
|---|---|---|---|
| ISP-Tarife (DSL, Glasfaser, Mobilfunk) | Mbit/s | 100 Mbit/s, 1 Gbit/s | Immer Bit; für Byte-Wert durch 8 teilen |
| Speedtest-Ergebnisse (Speedtest.net, nPerf) | Mbit/s | 94,6 Mbit/s Download | Mbit/s-Anzeige; Browser-Download zeigt MB/s |
| Browser-Download-Anzeige | MB/s | 11,8 MB/s | Betriebssystem-Standard; Byte-Einheit |
| Windows Task-Manager (Netzwerk-Tab) | Mbit/s | 94,6 Mbit/s | Ressourcenmonitor zeigt alternativ Bytes/s |
| Router-Verwaltungsoberfläche | Mbit/s | WAN: 987 Mbit/s | Netzwerkgeräte verwenden Bit/s; hersteller-abhängig |
| WLAN-Spezifikationen (Wi-Fi 6, Wi-Fi 7) | Mbit/s oder Gbit/s | Wi-Fi 6: 9.608 Mbit/s | Physikalische Bruttorate; Praxis 40–60 % davon |
WLAN-Spezifikationen nennen physikalische Bruttoraten unter Idealbedingungen. Praktische Durchsätze liegen je nach Umgebung und Kanalauslastung deutlich darunter.